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Benebelung
Durch Benebeln ist es auf einfachem Wege möglich, Fehlanschlüsse festzustellen. Mittels ei-ner Nebelmaschine wird Rauch auf das häusliche Abwassersystem gegeben. Dieser tritt dann an allen offenen Entwässerungsstellen aus, die an dieses Netz angeschlossen sind. Auf diese Weise lassen sich insbesondere Fehlanschlüsse ans Schmutzwassernetz, wie z.B. Dachent-wässerungen oder Drainagen, feststellen [60].
Tracer
Tracer sind Färbemittel wie z.B. Uranin, die dem Wasser zugegeben werden, um dessen Strömungsweg verfolgen zu können. Mit ihnen lassen sich z.B. Entwässerungsgegenstände den jeweiligen Teilnetzen zuordnen.
D:\Projekte\0068\0068Endbericht03.doc Stand A01 - 03.07.03 IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur Seite 24 von 199
Druckprüfung
Die Verfahren und Prüfkriterien der Druckprüfung, unter der hier die Dichtheitsprüfung mit Luft- oder Wasser gemeint ist, werden aufgrund der besonderen Bedeutung in Kapitel 3.3 aus-führlich dargestellt.
Optische Inneninspektion
Aufgrund der vielfachen, unterschiedlichen am Markt erhältlichen Techniken der optischen Inspektion wird dieses Verfahren in Kapitel 3.2 ausführlich dargestellt.
Elektromagnetische Ortung
Bei der elektromagnetischen Ortung muss unterschieden werden zwischen der Ortung von metallischen und nicht-metallischen Leitungen. Metallische Leitungen, wie z.B. Fallleitungen aus Guss, können direkt mit einem elektromagnetischen Feld beaufschlagt werden, das dann von entsprechenden Empfangsgeräten geortet werden kann. Bei nicht-metallischen Leitungen müssen Sonden in die Leitungen eingebracht werden, die ein ortbares elektromagnetisches Feld erzeugen. Bei diesen Sonden kann wiederum unterschieden werden zwischen Sonden-köpfen, die punktgenau geortet werden können und Sondenstäben, die über die gesamte Län-ge ein gleich starkes Signal abgeben. Die elektromagnetischen Signale können mit Emp-fangsgeräten aufgenommen werden. An diesen läßt sich dann Lage und Tiefenlage der Lei-tung ablesen.
Kombinierte Inspektions- und Ortungssysteme
Durch die Kombination der optischen Inspektion mit dem Verfahren der elektromagnetischen Ortung kann eine Leitung zeitgleich inspiziert und an der Oberfläche geortet und eingemessen werden.
Geoelektrische Leckageortung
Bei der geoelektrischen Leckageortung wird eine Strom aussendende Sonde (stromemittie-rende Elektrode) durch ein mit Wasser vollgefülltes Abwasserrohr gezogen. Eine weitere, stromkollektierende Sonde wird geerdet und der Stromfluss, der von der Sonde zur Gegen-elektrode fließt, aufgezeichnet. An den Schadstellen der Leitung nimmt der elektrische Wi-derstand ab und der Stromfluss erhöht sich, da sich der Strom über das aus der Leckage aus-tretende Wasser ausbreiten kann. Daraus kann auf Schäden in der Leitung geschlossen wer-den. Dieses Verfahren ist nur bei nicht- oder schlecht leitenden Rohrmaterialien wie Beton, Steinzeug und Kunststoff einsetzbar. [61]
Optisch-elektrisches Verfahren
Mit dem optisch-elektrischen Verfahren können Deformationen und Verformungen von Lei-tung aufgenommen werden. In der Praxis werden dazu optisch-elektrische Wegmessgeräte mit einer Fahrwagenkamera kombiniert. Die Vermessung kann über zwei unterschiedliche Systeme erfolgen. Beim ersten System wird auf die Leitungsinnenwandung ein Lichtvorhang geworfen, das reflektierte Licht aufgenommen und anschließend vermessen. Beim zweiten System wird vor der TV-Kamera eine Vergleichsscheibe mit definiertem Abstand zum Objek-tiv montiert, mit deren Hilfe die Rohrinnenflächen vermessen werden kann. [18]
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Thermographie
Bei der Thermographie wird die Oberflächentemperatur eines Objektes mittels Wärmebild-kamera aufgenommen. Temperaturunterschiede von bis zu 0,1° können festgestellt werden.
Gasdetektion
Bei der Gasdetektion werden die Leitungen abgesperrt und mit einem Tracergas (z.B. ein Wasserstoff-Stickstoffgemisch) befüllt. Dieses entweicht durch Leckagen und sucht sich ei-nen Weg an die Oberfläche, wo es dann mit einem Gasdetektor geortet werden kann.
Akustische Detektion
Die akustische Detektion lässt sich in zwei Methoden unterteilen: die Strömungsgeräusch-messung und die Ortung akustischer Testsignale. Beide Verfahren werden erfolgreich bei der Ortung von Druckleitungen eingesetzt.
Bei der Strömungsgeräuschmessung werden mit Wasser bzw. Luft gefüllte Leitungen (v.a. Druckleitungen) auf Leckagen untersucht. Dabei werden die Geräusche, die von austretendem Wasser bzw. austretender Luft verursacht werden, mit Mikrophonen geortet.
Die Methode der Ortung von akustischen Signalen dient je nach System zur Ortung von Lei-tungen und/oder der Ortung von Leckagen. Der Wasserinhalt einer Leitung wird bei dieser Methode durch ein Schallwellengerät mit Tonsignalen beaufschlagt oder es werden Schall-wellen an der Leitung durch einen Magnetschalter erzeugt. Diese Schallwellen/Signale kön-nen an der Oberfläche mit Hilfe eines Mikrofons aufgenommen werden. Aussagen über Lei-tungsverläufe bzw. Leckagestellen sind so möglich.
Wasserdrucksensorenanalyse
Dieses Verfahren dient zur Erfassung der Höhenlage von Rohrprofilen. Dazu wird ein elekt-ronischer Druckaufnehmer in die Leitung gebracht, der an einem Niveaubehälter mit konstan-tem Wasserpegel angeschlossen ist. Die Höhenlage einzelner Messpunkte kann so aus der hydrostatischen Druckdifferenz zwischen dem betrachteten Messpunkt und der Wassersäule bestimmt werden. [18]
Schwerkraftsensorenanalyse
Mit der Schwerkraftsensorenanalyse (Inklinometermessung) kann die Neigung von Rohrlei-tungen gemessen werden. Um Abweichungen vom rechnerischen Sollwert der Neigung zu ermitteln, muss zunächst die durchschnittliche Neigung der Leitungsstrecke errechnet werden, beispielsweise aus den NN-Höhen des Anfangs- und Endpunkts der zu untersuchenden Stre-cke. [18]
Laserzielstrahltechnik
Dieses Verfahren dient zur Bestimmung der vertikalen und horizontalen Lageabweichung von geradlinigen Leitungen. Dazu wird ein Laser an einem Haltungsende positioniert und mit ei-ner auf eine am anderen Ende der Haltung befindlichen Kontrolltafel ausgerichtet. Diese Kon-trolltafel wird anschließend durch die Leitung gefahren. Da sie dabei dem Verlauf der Leitung folgt, kann direkt von der Abweichung der Laserjustierung auf die Lageabweichung der Lei-tung geschlossen werden. [18]
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TV-Lasermesstechnik
Zur Vermessung der Rohrprofile können Lasermessgeräte in Kombination mit TV-Kameras eingesetzt werden. [18]
Kalibermesstechnik
Bei der Kalibermesstechnik können horizontale und vertikale Änderungen des Leitungsquer-schnitts aufgenommen werden. Das Kalibermessgerät wird dazu durch die Leitung gefahren. Dabei werden die Rohrwandungen mit federnden Tastarmen abgetastet und Abweichungen vom Kreisquerschnitt aufgenommen. [18]
Geophysikalische Verfahren
Radar
Beim Radar-Verfahren (u.a. Georadar, Bodenradar, Impuls-Echo-Georadar) werden e-lektromagnetische Impulse über eine Antenne in den Untergrund abgestrahlt, die sich dort als Wellen ausbreiten und an Schichtgrenzen reflektiert oder gebrochen und an Stör-körpern gebeugt oder gestreut werden. Die Eindringtiefe der Wellen ist abhängig von der Leitfähigkeit des Untergrundes. Die gemessenen Wellenfelder können zu Abbildern des Untergrundes aufbereitet werden. Innerhalb von Leitungen werden auch TV-Kameras eingesetzt, die mit einer Sender (Antenne) und einem Empfänger ausgestattet sind. Die elektomagnetischen Impulse werden dann direkt an die Rohrwandungen abgegeben. Über die Auswertungen der Reflexionen können Aussagen zum Aufbau der Leitungsbettung (Hohlräume, Dichte, Störstoffe etc.) gemacht werden. [47]
Gravimetrie
Mit dem Verfahren der Gravimetrie können geringfügige Änderungen der Schwerkraft, die von Störkörpern im Untergrund verursacht werden, an der Erdoberfläche gemessen werden. Örtliche Unterschiede der Schwerkraft (z.B. durch unterschiedliche Höhenlage oder der Änderung der geographischen Breite) und zeitliche Schwereunterschiede (z.B. durch die Wirkung der Gezeiten oder Luftdruckschwankungen) müssen durch Reduktio-nen und wiederholten Messungen an Basispunkten berücksichtigt werden. Nach diesen Korrekturen ist es auf Basis der Messungen möglich, Modelle der geologischen Verhält-nisse und der Tiefe und Ausdehnung von Störkörpern im Untergrund zu erstellen. [62]
Radiometrie
Die Radiometrie befasst sich mit der natürlichen oder künstlich erzeugten Radioaktivität unterschiedlicher Materialien. In der Bohrlochgeophysik wird das Gamma-Gamma-Verfahren zur Dichtemessung eingesetzt. Dazu wird die dichteabhängige Absorption und Zerstreuung von Gamma-Strahlen gemessen.
Seismik
Bei der Reflexionsseimik werden über die Auswertung von reflektierten Erschütte-rungswellen (seismischen Wellen), die künstlich erzeugt werden, Aussagen über den Aufbau des Untergrundes getroffen. Die seismischen Wellen werden durch Vibratoren oder Hammerschläge erzeugt. Sie durchlaufen verschiedene Bodenschichten, werden an Schichtgrenzen, Inhomogenitäten oder Materialveränderungen reflektiert und von soge-nannte Geophonen an der Erdoberfläche aufgezeichnet. Aus der Laufzeit der Erschütte-
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rungswellen vom Ort der Anregung zu den Geophonen kann die Verteilung der Fort-pflanzungsgeschwindigkeit für Wellen im Untergrund und mittelbar dessen Aufbau be-stimmt werden.
Bei der Refraktionsseismik werden die Geophone in größerer Entfernung (relativ zur Zieltiefe) von den Vibratoren angeordnet, sodass neben reflektierten Wellen auch Wellen ausgenommen werden, die auf direktem Weg von der Quelle zum Empfänger gelangen. [18], [47]
Bei der seimischen Tomographie werden die seismischen Wellen innerhalb von Bohrlö-chern erzeugt und an der Oberfläche und evtl. in anderen Bohrlöchern aufgenommen. Über die Messung der Laufzeiten bzw. Ausbreitungsgeschwindigkeiten der seismischen Wellen werden Untergrundbeschaffenheiten (Hohlräume, geologische Schichtgrenzen, Inhomogenitäten, etc.) ermittelt. [63]
Ultraschallverfahren

 

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